Gesellenprüfung

Anmeldung

Auszubildende müssen sich selbst zur Gesellenprüfung anmelden. Dazu schicken sie das Anmeldeformular ausgefüllt an die auf dem Formular angegebene Adresse.

 

Anmeldefristen:

 

Egal, ob VorzieherIn, WiederholerIn, `normaler´ Prüfling

 

für die Winterprüfung:           31. August des jeweiligen Jahres

für die Sommerprüfung:       28. Februar des jeweiligen Jahres

Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Gesellenprüfung

Möchte ein Auszubildender/ eine Auszubildende die Gesellenprüfung um ein halbes oder ein ganzes Jahr vorziehen, so ist der im Downloadbereich hinterlegte `Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Gesellenprüfung´ zusammen mit dem Anmeldeformular und den dort angegebenen Unterlagen einzureichen.

 

Die Entscheidung über die Zulassung trifft die Prüfungskommission.

Zuerkennung des mittleren Bildungsabschlusses

 

Auf Antrag des Schülers/ der Schülerin kann der mittlere Bildungsabschluss unter folgenden Bedingungen anerkannt werden:

 

1. Notendurchschnitt von 3,0 im Abschlusszeugnis der Berufsschule und

 

2. Nachweis über 5 Jahre Englisch mit der Note 4 oder besser im letzten Zeugnis der allgemeinbildenden Schulen (erweiterter Hauptschulabschluss)

Allgemeines zur Gesellenprüfung

Gesellenprüfungen im Zahntechniker-Handwerk finden 2x jährlich statt. Im Winter legt der größere Teil der Auszubildenden die Prüfungen ab, da der Beruf eine dreieinhalbjährige Ausbildung vorsieht. Vorzieher und/oder Wiederholer haben zudem im Sommer die Möglichkeit, die Prüfung zu bestehen.

 

Grundlage ist die 

Verordnung über die Ausbildungzum Zahntechniker/ zur Zahntechnikerin  vom 11. Dezember 1997. 

 

Im schriftlichen Teil der Gesellenprüfung müssen die Prüflinge in insgesamt sechs Zeitstunden Aufgaben zu den Themen Technologie (210 Minuten), Fertigungsplanung und -kontrolle (90 Minuten) sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten) schriftlich bearbeiten. 

Wurden in der Prüfung insgesamt und/oder im Sperrfach Technologie nicht mindestens 50% der Punkte erreicht, so wird der Prüfling zur mündlichen Prüfung eingeladen, um die Prüfung doch noch zu bestehen.

 

Dieser schriftliche Teil findet innungsweit an zwei Tagen statt, da die Prüfungsfragen zentral erstellt werden. An allen sieben Schulstandorten in Niedersachsen und Bremen (Hannover, Oldenburg, Braunschweig, Lüneburg, Göttingen, Osnabrück und Bremen) schreiben die Prüflinge die gleichen Prüfungsarbeiten!

 

Im praktischen Teil stellen die Prüflinge in 27 Zeitstunden (in Bremen Mo-Do, jeweils 8:00-15:30 Uhr inkl. Frühstücks- und Mittagspause) zunächst die Prüfungsstücke 1-3 (s.u.) her, die Arbeitsprobe dauert fünf Zeitstunden (Freitag, 8:00-13:30 Uhr inkl. 30 Minuten Frühstückspause). Anschließend Laborreinigung.

Alle vier Prüfungsstücke gehen zu je 25% in die praktische Gesamtwertung ein.

 

 

 

Prüfungsstücke

 

1. Brücke vom 3er bis zum 5er; 3er wird keramisch verblendet, 4er zur Verblendung vorbereitet, 5er Vollgussglied; entweder im OK oder im UK

 

2. fertiggestelltes Primärteleskop; Wachs-Vollgusskrone mit gefräster Umlaufraste und angesetztem konfektionierten Stabgeschiebe; entweder im OK oder im UK

 

Gegenkiefer ist vollbezahnt

 

3. fertiggestellte Modellguss-Prothese ; Gegenmodell ist vollbezahnt; entweder OK oder UK, unterschiedliche Sattelarten möglich.

 

4. Aufstellung einer Totalen Prothese in Anlehnung an das TiF-System (=Arbeitsprobe); APF-Aufstellungen sind nicht mehr prüfungsrelevant!

Eine TiF-ÜLU wird leider nicht mehr angeboten; die ZINB hat in den letzten Jahren allerdings 2tägige- Kurse an der Berufsschule Bremen organisiert. Eine Teilnahme ist freiwillig und kostenpflichtig! Informationen erteilt die ZINB!

 

 

Materialien

 

Gestellt werden neben den Arbeitsplätzen und Geräten:

 

- Einbettmassen für Brücke, Primärteleskop (Bellavest SH) und Modellguss (Wirofine);  Dem Prüfling ist freigestellt, eigene Einbettmassen zu benutzen! ACHTUNGdie  Vorwärmöfen sind für die oben genannten Einbettmassen eingestellt und dürfen nicht verändert werden (900/ 950°C).

 

- Gips zum Einsetzen der Modelle in den Kieferbewegungs-Simulator. Dem Prüfling ist freigestellt, eigenen Gips zu benutzen!

 

- sämtliche Modelle (für das gesägte Sägeschnittmodell bitte aus dem Ausbildungslabor einen Magnettopf mit Magnet mitbringen!),

 

- Zähne für die Totalprothese und Seitenzähne für die Modellgussprothese,

 

- konfektioniertes Stabgeschiebe.

 

 

Die keramischen Massen (freigestellt) sowie die Legierung (Art wird freigestellt, allerdings soll nur Neulegierung verwendet werden; die Verwendung von Phantomlegierungen ist nicht erlaubt) und evtl. Frontzähne für die Modellguss-Prothese müssen vom Prüfling mitgebracht werden.

 

 

 

Bitte das Einladungsschreiben beachten, dort stehen nähere Angaben (ob z.B. Frontzähne für die Modellgussprothese selbst mitgebracht werden sollen).